Ich liebe Planer, ich liebe To-do-Listen und ich liebe es, mir konkrete Ziele zu setzen und dafür einen Schritt-für-Schritt-Plan zu erstellen. Vor allem zum Jahreswechsel. Denn das neue Jahr liegt frisch und neu und unberührt vor mir und ich habe das Gefühl, das alles möglich ist. Das setzt eine unglaubliche Inspiration und Motivation in mir frei.

Früher habe ich mir meistens kurz vorm Jahreswechsel, oft auch erst an Silvester selbst, Vorsätze notiert und eine Bucket-Liste fürs Jahr gemacht. Einen neuen Planer habe ich mir häufig erst im neuen Jahr selbst gekauft.

Seit einigen Jahren nehme ich mir deutlich mehr Zeit für meine persönliche Jahresplanung. Ich beginne sie schon im Dezember und reserviere mir mindestens einen, meistens sogar zwei oder drei Nachmittage, an denen ich mich voll und ganz der Planung widme.

Dass ich mir heute mehr Zeit dafür nehme als früher, hat mehrere Gründe: Erstens habe ich mich immer, wenn ich mich erst im Januar um meine persönliche Jahresplanung gekümmert habe, oft irgendwie gestresst gefühlt und gedacht, dass ich etwas „verpasse“ oder zu spät starte, weil das Jahr ja schon begonnen hat. Zweitens habe ich, wenn ich früher mit der Planung beginne, einfach mehr Zeit, um mir ein klares Bild davon zu machen, was ich tatsächlich erreichen möchte und wie meine „echten“ Ziele aussehen. Und drittens dauert meine Jahresplanung inzwischen einfach ein bisschen länger, als das früher der Fall war.

Denn anstatt nur schnell ein paar Vorsätze aufzuschreiben, beginne ich meine Jahresplanung damit, das ausklingende Jahr zu reflektieren und es noch einmal schriftlich Revue passieren zu lassen: Was habe ich erlebt? Welche Erfolge konnte ich feiern? Was hat gut geklappt? Was nicht so gut? Was möchte ich ins neue Jahr mitnehmen und was möchte ich loslassen?

Warum ich mein ausklingendes Jahr erst reflektiere, bevor ich mein neues Jahr plane, habe ich übrigens vor kurzem in diesem Artikel beschrieben. Darin nennen ich auch sieben wesentliche Gründe, warum eine Jahresreflexion so wichtig ist.

Im Folgenden möchte ich ausführlich auf meinen eigenen Reflexions- und Planungsprozess eingehen. Bei mir besteht dieser aus vier Schritten, die ich dir gerne vorstellen möchte. Zusammengefasst könnte man sie so beschreiben:

Reflektiere das ausklingende Jahr.

Lass los, was dir nicht mehr dient.

Richte deinen Fokus neu aus.

Plane konkrete Schritte, um deine Ziele zu erreichen.

Reflektiere das ausklingende Jahr.

Wie bereits erwähnt, sollte der allererste Schritt deiner persönlichen Jahresplanung darin bestehen, das ausklingende Jahr zu reflektieren. Nimm dir dafür ruhig ein paar Stunden Zeit. Am besten nimmst du deinen Planer oder dein Journal zur Hand und beginnst die Reflexion damit, deine Notizen aus den letzten Monaten noch einmal durchzugehen. Das Durchblättern und Lesen kann dir dabei helfen, dich an Erlebnisse, Ereignisse, Gedanken und Begegnungen zu erinnern, die es wert sind, dass du sie in der Reflexion aufgreifst.

Anschließend solltest du dir gezielt Fragen zu bestimmten Themen, Lebensbereichen, aber auch zu Erfolgen, Chancen und Herausforderungen stellen. Wenn du magst, kannst du dafür sehr gerne mein Workbook nutzen. Darin gibt es neben allgemeinen Fragen zum ausklingenden Jahr auch viele spezifische Fragen, die nach unterschiedlichen Lebensbereichen (etwa Beruf & Karriere, Beziehungen, Finanzen und persönliche Weiterentwicklung) sortiert sind.

Wichtig bei der Reflexion ist, dass du deinen Fokus nicht nur auf äußerliche Erfolge oder Misserfolge legst, sondern auch darauf achtest, wie du dich in diesem Jahr gefühlt hast. Und schließlich solltest du versuchen, wirklich ehrlich zu dir selbst zu sein – sowohl wenn es um Positives geht wie auch bei der Reflexion von Negativem. Denn nur dann kannst du wirkliche Erkenntnisse aus deiner Jahresreflexion ziehen und daraus lernen.

Lass los, was dir nicht mehr dient.

Im nächsten Schritt geht es darum, die Dinge loszulassen, die dir nicht guttun und die du loslassen möchtest, wenn du ins neue Jahr gehst.

Recht unkompliziert geht das, indem du dir deine Gedanken und Notizen aus dem Reflexionsprozess noch einmal anschaust. Prüfe die einzelnen Themen und Lebensbereiche in aller Ruhe daraufhin, was du beibehalten und was du gehen lassen möchtest. Das können Beziehungen sein, genauso wie negative Glaubenssätze, Angewohnheiten oder Verhaltensweisen. Es können aber auch Träume und Ziele sein, die du lange verfolgt hast und die jetzt einfach nicht mehr in dein Leben passen.

Bei manchen Dingen wird es dir sicherlich leicht fallen, sie loszulassen. Bei anderen wird es dir schwerer fallen. Und bei wieder anderen wird allein die Entscheidung darüber, ob du sie gehen lassen willst oder nicht, eine Herausforderung sein. Eine einfache Methode, um zu prüfen, ob du etwas in deinem Leben behalten willst oder nicht, ist die simple Frage: „Macht es mich glücklich?“

Diese Frage empfiehlt Marie Kondo in ihrem legendären Aufräumbuch „Magic Cleaning“, wenn es darum geht, den Haushalt zu entrümpeln. Die Frage ist aber genauso hilfreich, wenn es darum geht, Ordnung ins eigene Leben zu bringen. Probiere es einfach mal aus!

Richte deinen Fokus neu aus.

Der dritte Schritt der Jahresplanung ist der wohl wichtigste: die Neuausrichtung oder Neufokussierung. Hier geht es darum, dir darüber klar zu werden, was du wirklich vom Leben willst: darum, was du sein, tun, haben und fühlen willst. Es geht darum, herauszufinden, wie dein ideales Leben aussieht und was deine große Vision für die Zukunft ist. Vor allem aber geht es darum, dir Klarheit darüber zu verschaffen, was im neuen Jahr Priorität in deinem Leben haben darf.

Um das zu erreichen, ist es auch in diesem Schritt hilfreich, dir konkrete Fragen und Impulse für das kommende Jahr zu stellen und diese nach Themen und Lebensbereichen zu sortieren. So bekommst du schnell einen Überblick, welche Ideen, Pläne, Wünsche und Vorstellungen du mit Blick auf die kommenden Monate hast.

Plane konkrete Schritte, um deine Ziele zu erreichen.

Wenn du dir Klarheit darüber verschafft hast, was du von deinem Leben willst und vor allem, was du im neuen Jahr erreichen möchtest, kannst du mit dem letzten Punkt beginnen: der Planung ganz konkreter Schritte, um dein Ziel zu erreichen.

Vielleicht hast du verschiedene Ziele. Überlege dir, wie realistisch es ist, dass du mehrere Ziele konsequent verfolgen kannst. Sei dabei möglichst ehrlich: Wie viel Zeit bist du bereit, für jedes einzelne Ziel aufzuwenden? Wie viel Kraft und Energie kannst und möchtest du in die Ziele investieren?

Am besten machst du dir zunächst eine Liste mit allen Zielen, die dir spontan einfallen. Anschließend kannst du die Ziele priorisieren. Konzentriere dich dann zunächst auf das eine Ziel, das ganz oben auf deiner Liste steht. Wichtig dabei: Achte darauf, dass dein Ziel „smart“ formuliert ist, also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Überlege dir anschließend, welche einzelnen Schritte du gehen musst, um dein Ziel zu erreichen, und welche Hindernisse dir dabei im Weg stehen könnten: Was musst du tun, um dein Ziel bis Jahresende zu erreichen und welche Hürden musst du aus dem Weg räumen?

Hast du all diese Fragen für dich geklärt, sollte deinem erfüllten und erfolgreichen neuen Jahr nichts mehr im Wege stehen!

Deine Jahresreflexion und -planung 2020/2021

Du findest meine hier vorgestellte Anleitung spannend, weißt aber nicht so recht, wie du das Ganze selbst angehen sollst? Dann ist mein Workbook „Jahresreflexion. Schreibimpulse für Rückblick und Neubeginn“ genau das Richtige für dich!

Das Workbook ist in drei Kapitel unterteilt: Rückblick, Ausblick und Step-by-Step-Guide, um deine Ziele bis Ende 2021 zu erreichen.

Anhand von konkreten Journalingfragen reflektierst du dein Jahr 2020 und verschaffst dir Klarheit darüber, was du in den einzelnen Lebensbereichen erreicht hast, was dir gut gelungen ist und wo noch Luft nach oben ist.

Im zweiten Schritt setzt du dich mit deinen Wünschen und Zielen für das kommende Jahr auseinander. Auch hier sind die Fragen nach Lebensbereichen und Themen sortiert. So bekommst du ein gutes Gefühl dafür, wo im kommenden Jahr deine persönlichen Prioritäten liegen und worauf du deinen Fokus ganz besonders richten darfst.

Im dritten Teil schließlich kannst du anhand von 10 Journalingimpulsen deinen ganz individuellen Plan erarbeiten, um dein großes Ziel im kommenden Jahr Schritt für Schritt zu erreichen, sodass du Ende 2021 auf ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes 2021 zurückblickst!

Klingt spannend? Hier kannst du dir das Workbook herunterladen!

 

Deine Jahresreflexion 2020/2021

Am Jahresende überlegen wir uns, was wir künftig anders und besser machen wollen. Dafür ist der Blick zurück essenziell. Denn erst beim Rückblick erkennen wir, welche Muster uns prägen und was uns wirklich wichtig ist.

Mit dem Workbook kannst du dein Jahr 2020 gezielt reflektieren und so die Basis für ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2021 legen!

 

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