• „Das ist nichts für mich.“
  • „Dafür bin ich schon zu alt.“
  • „Dafür bin ich noch zu jung.“
  • „So etwas habe ich noch nie gekonnt.“
  • „Dafür bin ich nicht klug genug.“
  • „Für so etwas hat mir schon immer die Begabung gefehlt.“
  • „Das liegt mir einfach nicht.“

Kommen dir diese oder ähnliche Sätze bekannt vor? Wahrscheinlich schon. Denn die meisten von uns haben an dem ein oder anderen Punkt im Leben schon einmal solche Zweifel hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten gehegt. Das Problem an diesen und anderen limitierenden Glaubenssätzen: Sie halten uns davon ab, Dinge auszuprobieren, Neues zu wagen, über uns hinauszuwachsen und das Leben zu leben, das wir eigentlich leben wollen. Sie schränken und ein und halten uns klein. Und: Allein dadurch, dass wir sie glauben, werden sie tatsächlich Realität. Frei nach Henry Ford: „Ob du glaubst, du schaffst etwas oder du schaffst etwas nicht: In beiden Fällen wirst du Recht behalten.“

Dein Mindset entscheidet über deinen Erfolg

Die Sentenz macht deutlich: Ob du erfolgreich bist im Leben, hängt ganz wesentlich von deiner Denkweise, von deinen Überzeugungen und deiner Einstellung ab. Dein Mindset ist entscheidend – oft sogar wichtiger als deine Talente, Fähigkeiten und Kompetenzen. Klingt übertrieben? Ist es nicht. Schließlich entscheidet dein Mindset darüber, ob du eine Sache tatsächlich durchziehst – oder ob du mit ihr überhaupt erst beginnst.

Erfolgreiche Menschen haben deshalb in aller Regel eines gemeinsam: Sie verfügen über ein sogenanntes Growth Mindset. Geprägt wurde der Begriff von der amerikanischen Motivationspsychologin Carol Dweck. Sie unterteilt die Mindsets der Menschen in zwei Kategorien: In das dynamische Growth Mindset und in das „starre“ Fixed Mindset.

Fixed Mindset versus Growth Mindset

Das Besondere an dem Growth Mindset: Menschen mit einer solchen Denkweise haben eine deutlich höhere Frustrationstoleranz, sie lassen sich nicht so schnell entmutigen und geben nach einer Niederlage nicht so oft auf. Während Menschen mit einem starren Mindset Situationen meiden, in denen sie zu scheitern befürchten, und Herausforderungen lieber gar nicht erst annehmen, weil sie Niederlagen scheuen, lieben Menschen mit einem Growth Mindset neue Wagnisse. Denn sie fokussieren sich auf das, was sie erreichen könnten, wenn sie „gewinnen“, und nicht auf das, was sie bei einem Misserfolg zu verlieren haben. Dementsprechend strengen sie sich deutlich häufiger an – und erreichen ihre Ziele umso häufiger. Zudem fragen sie sich stets, wie sie noch weiter an sich arbeiten und noch besser werden können, mit der Konsequenz, dass sie künftig noch besser und erfolgreicher werden.

Weil Menschen mit einem Fixed Mindset also glauben, sowieso nichts an ihrer Lage ändern zu können, ändern sie auch nichts. Menschen mit einem Growth Mindset hingegen glauben daran, dass sie sich jederzeit verändern und (über sich hinaus) wachsen können – und tun es genau deshalb auch regelmäßig.

Du möchtest mehr über das Konzept von Fixed Mindset und Growth Mindset sowie die Studienergebnisse von Carol Dweck erfahren? Dann schau dir unbedingt ihren Ted Talk „Der Glaube an die eigene Lernfähigkeit“ an.

Die besten Zitate für dein Growth Mindset

So erkennst du, ob du ein starres Mindset oder ein Wachstums-Mindset hast

Du bist dir nicht sicher, ob du ein Fixed Mindset hast oder ein Growth Mindset? Das ist wenig verwunderlich: Wir Menschen verhalten uns nicht in allen Situationen gleich, unser Mindset ist variabel. Es kann also gut sein, dass du zum Beispiel in beruflichen Belangen eher ein Wachstumsdenken hast und davon ausgehst, Dinge leicht erlernen zu können, wohingegen du im privaten Bereich – etwa in Liebesdingen – ein Fixed Mindset hast und beispielsweise glaubst, „nie“ den richtigen Partner zu finden oder einfach nicht für Beziehungen gemacht zu sein.

Um herauszufinden, ob du eher ein Fixed Mindset hast oder ein Growth Mindset, können dir die beiden folgenden Übungen helfen. Sie zeigen dir auch, in welchen Situationen und Lebensbereichen du zu einem starren Mindset tendierst und in welchen zu einem variablen.

  1. Erinnere dich an einige Herausforderungen, denen du in den vergangenen Wochen und Monaten begegnet bist. Achte darauf, dass du dir Situationen aus unterschiedlichen Lebensbereichen vornimmst (beruflich, in der Partnerschaft, finanziell, mit Blick auf ein (neues) Hobby etc.). Frage dich nun: Wie hast du auf die Herausforderungen reagiert? Hast du die jeweilige Herausforderung angenommen oder bist du ihr ausgewichen? Haben Ängste und Zweifel überwogen oder der Glaube daran, dass du die Situation meistern und daran wachsen wirst?
  1. Führe dir einige deiner großen Ziele, Träume, Wünsche und Visionen vor Augen. Wie fühlst du dich, wenn du daran denkst? Glaubst du daran, dass du deine Ziele erreichen wirst oder hast du sie eher als unerreichbare Tagträumereien abgestempelt? Überlegst du dir, wie du deine Visionen tatsächlich Realität werden lassen könntest, oder führst du dir eher all die Gründe vor Augen, aus denen deine Pläne sowieso zum Scheitern verurteilt sind?

Vom Fixed Mindset zum Growth Mindset

Bei den Übungen hast du eventuell herausgefunden, dass du tatsächlich in einigen Situationen zu einem Fixed Mindset tendierst. Wie also kannst du dein bisheriges Mindset derart verändern, dass du es auf ein Wachstumsdenken hin ausrichtest? Die folgenden Tipps helfen dir dabei, deine alten, limitierenden Denkmuster Schritt für Schritt zu überwinden und ein positives Mindset zu etablieren.

7 Tipps für dein Growth Mindset 

  1. Betrachte schwierige Aufgaben und Herausforderungen, die vor dir liegen, nicht mehr allein als Hindernisse und Probleme, sondern sieh in ihnen künftig auch immer eine Gelegenheit, um etwas Neues zu lernen. Ganz nach dem Motto: „Du verlierst nie – entweder du gewinnst oder du lernst dazu!“
  1. Definiere die Kategorien „Erfolg“ und „Misserfolg“ neu: Sieh eine Leistung nicht nur dann als Erfolg an, wenn du genau das erreicht hast, was du erreichen wolltest, sondern erkenne auch stets deine Bemühungen, Anstrengungen und harte Arbeit an. Oder anders ausgedrückt: Sei nicht stolz auf den Erfolg an sich. Sei vielmehr stolz darauf, dass du dich angestrengt und dein Bestes gegeben hast – auch wenn du am Ende vielleicht nicht das erreicht hast, was du eigentlich wolltest.
  1. Betrachte deine Erfolge und Misserfolge nicht mehr als Gradmesser für deine (fehlenden) Talente und Fähigkeiten. Sieh sie stattdessen als das Ergebnis deiner in diesem Moment oder aus dieser Situation heraus erbrachten Leistung an. Das bedeutet nicht, dass du Ausreden finden sollst, warum du in der gegebenen Situation nicht besser hättest abschneiden können. Sehr wohl bedeutet es aber, dass du immer wieder die Chance hast, künftig ein besseres Ergebnis zu erzielen.
  1. Schaue dir den Werdegang deiner Vorbilder genau an. Oft glauben wir, dass sie „schon immer“ so erfolgreich waren und einfach mit mehr Talent geboren sind. Dabei übersehen wir, dass auch diese Menschen einmal klein angefangen und auf ihrem Weg nach oben Rückschläge erlitten haben. Lerne von deinen Vorbildern und erkenne an, dass ihr Erfolg mit großer Wahrscheinlichkeit auf jahrelangem Engagement und Durchhaltevermögen beruht. Und dann mache dir bewusst, dass du mit einem ähnlichen Einsatz auch ähnliches erreichen kannst!
  1. Wenn du etwas nicht kannst oder nicht erreicht hast, mache dir stets klar, dass dies zwar „noch“ nicht der Fall ist, sich aber stets ändern kann. Füge wann immer es möglich ist, ein „noch“ oder ein „bisher“ ein. Statt zu sagen „Ich kann nicht vor vielen Menschen sprechen“, sage lieber „Ich kann nochnicht vor vielen Menschen sprechen“ und füge am besten in Gedanken noch hinzu: „Aber ich werde es lernen.“
  1. Wenn du ein limitierendes, starres Denkmuster erkennst, antworte in Gedanken sofort mit der Stimme deines Wachstumsdenkens. Beispiel: Du hast den Gedanken „Die anderen sind einfach erfolgreichere Unternehmer als ich.“ Dann antworte darauf: „Die anderen sind bereits seit fünf Jahren selbstständig. Sie hatten Zeit, sich am Markt zu etablieren, sich einen Kundenstamm aufzubauen und aus ihren früheren Fehlern zu lernen. Ich selbst bin erst in meinem zweiten Jahr selbstständig. In einigen Jahren werde ich mindestens ebenso erfolgreich sein wie sie.“
  1. Wirf immer mal einen Blick zurück und mache dir bewusst, was du alles schon erreicht hast! Denke an Dinge, die du dir in den vergangenen Jahren beigebracht hast, und erinnere dich daran, wo du zu Beginn gestanden hast. Schaue dir dann an, wo du heute stehst. Vielleicht hast du vor einigen Jahren begonnen, eine Fremdsprache zu lernen, in der du inzwischen auch anspruchsvollere Konversationen gut meisterst. Vielleicht hast du dich auch in ein neues Marketing-Tool eingearbeitet oder dich „einfach nur“ in ein bestimmtes Thema eingelesen. Du wirst sehen: Du bist in so vielen Bereichen so unglaublich stark gewachsen. Es gibt keinen Grund, warum du dich künftig nicht genauso weiterentwickeln und Neues erlernen und meistern solltest!

Du möchtest noch mehr Schreibimpulse und Journaling-Fragen erhalten? Dann melde dich jetzt für meinen Newsletter an oder schau in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe vorbei. In der Journaling & Mindset Community stelle ich regelmäßig Impulsfragen zu verschiedenen Themenschwerpunkten und du hast die Möglichkeit, dich mit anderen Journaling-Begeisterten auszutauschen!

Das könnte dich auch interessieren: